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i2b express 04-2013 - Innovation im Nordwesten Bremen und Oldenburg - Titelthema Robotik - Revolution in der Fabrik

/media/flashcomm?action=mediaview&context=normal&id=459
Beschreibung:

www.i2b.de - -
idea2business GmbH präsentiert den i2b express - das Journal für Innovation im Nordwesten.
Ausgabe 04-2013

Digitale Technologien, Netzwerke und Robotik zählen mittlerweile zu den wichtigsten Werkzeugen
der Industrie. // Bild: iStock/Inok/Fertnig, Montage: J. Buchholtz
www. i 2 b . d e
idea 2 business
Das Journal für Inno vation im Nordw esten // 04/13
Für Bremen und Oldenburg
Revolution in der Fabrik
Maschinen lernen, sich zu verständigen und sich selbst zu organisieren
i2b-Impressionen
Drei attraktive und sehr gut besuchte
Veranstaltungen standen seit der
Sommerpause auf dem
i2b-Programm.
Seite 5
Robotik-Know-how für den Mittelstand
Eine Landesinitiative ermöglicht auch
kleinen und mittleren Unternehmen,
Mitarbeiter für den Umgang
mit Robotern zu
qualifizieren.
Seite 3
Kompetenzzentrum zeigt Chancen der
Industrie 4.0
Unternehmen können sich beim BIBA
über Einsatzmöglichkeiten
vernetzter Produktionstechnologien
informieren.
Seite 4
Mehr Vernetzung erfordert mehr
Sicherheit
Wer seine Produktionsanlagen vernetzt,
setzt sie auch größeren Gefahren
aus. Regionale
Experten können
helfen, sie zu
minimieren.
Seite 6
Das Modell der Fabrik steht nun vor einem
gravierenden Wandel. Das Fließband ist zwar
nicht vom Aussterben bedroht, aber die Ära der
Massenware neigt sich – ähnlich der Ära der
Massenmedien – dem Ende entgegen. Mittlerweile
stehen Technologien zur Verfügung, die
mehr Individualität ermöglichen, ohne die Kosten
in die Höhe zu treiben. Im Gegenteil: Der verstärkte
Einsatz von Kommunikationstechnologie
in der Produktion kann zu erheblichen Zeit- und
Kostenvorteilen führen.
Das zentrale Element ist dabei die Vernetzung
der Maschinen und der Werkstoffe, damit sie Informationen
austauschen und flexibel agieren
können. Die Vorteile sind so gewaltig, dass Experten
schon jetzt keinen Zweifel an einer flächendeckenden
Ausbreitung des Trends haben
und von der „Industrie 4.0“ oder der „4. industriellen
Revolution“ sprechen (bei den ersten drei
Revolutionen handelte es sich um die Dampfmaschine,
das Fließband und die Computertechnologie).
Eine wesentliche Änderung
besteht darin, dass ein Werkstoff
Bremen gehört beim Thema „Fabrik 4.0“ zu den
Vorreitern. Genauer: das Bremer Institut für
Produktion und Logistik (BIBA) und – mit etwas
anderem Fokus – das Deutsche Forschungszentrum
für Künstliche Intelligenz (DFKI). Auch im
Bereich Robotik, der für die Umsetzung der modernen
Fabrik weiter an Bedeutung zunimmt, hat
die Hansestadt viel zu bieten. Gerade kleine und
mittlere Unternehmen können besonders von
dieser Kompetenz profitieren. Mehr dazu erfahren
Sie auf den folgenden Seiten.
Das Fließband ist seit mehr als 100 Jahren
der Inbegriff des Arbeitsablaufs in einer
Fabrik. Es rattert emotionslos an Menschen
oder Maschinen vorbei, die immer dieselbe
Handlung ausführen, tagein und tagaus. Auf
diese Weise ist die billige Versorgung der
Welt mit Massenware ermöglicht worden, vom
Streichholz bis zum Auto. Gleichzeitig ist aber
die Vielfalt auf der Strecke geblieben – und der
Verbrauch von Ressourcen massiv gestiegen.
den verarbeitenden Maschinen nun selbst sagen
kann, wie er verarbeitet werden möchte. Hat beispielsweise
jemand im Internet Schuhe bestellt,
kann das Leder automatisch mit einem kleinen
Chip versehen werden und den Robotern entlang
des Weges mitteilen, welche Schuhgröße
und welches Modell benötigt werden. Die Kostenvorteile
der Massenproduktion bleiben dabei
weitgehend erhalten, aber die Möglichkeiten zur
individuellen Gestaltung steigen. Gleichzeitig
sinkt der Materialverbrauch, weil Produkte nicht
mehr in großen Mengen vorab produziert werden
müssen – mit der Gefahr, dann wegen geringer
Nachfrage im Lager zu verstauben.
Titelthema: Industrie
Drei attraktive und sehr gut besuchte Veranstaltungen
standen zwischen der Sommerpause
und Anfang November auf dem i2b-Veranstaltungsprogramm.
Zunächst ging es am 3. September
im brandneuen GOP Varieté-Theater um
„Perspektiven für Innovation und Wachstum –
Wie können Unternehmen im Land Bremen von
der ‚Europa 2020‘-Strategie profitieren?“.
i2b-Impressionen
Europa 2020 Onshore-Windenergie Inspiration Office
Auf der Veranstaltung wurden Impulse für Umweltinnovationen
in Unternehmen diskutiert, die
von der „Europa 2020-Strategie“ der EU für die
kommenden zehn Jahre ausgehen.
Großen Interesses erfreute sich auch der i2b
meet-up „Inspiration Office – Globale Trends
revolutionieren die Arbeitswelt der Zukunft“ am
1. Oktober in den Räumlichkeiten der pro office
GmbH. Dort wurde die Bedeutung der Arbeitsplatzgestaltung
als strategische Ressource des
Unternehmenserfolgs aufgezeigt.
Am 5. November wurde die WerderSports &
Fitness GmbH in der Überseestadt zum Schauplatz
des i2b meet-up „Onshore-Windenergie
– Windenergie mit Chancen“. Die Experten verdeutlichten
an diesem Abend, welche Potenziale
die Windenergie an Land noch bietet – auch für
Kommunen.
i2b e x p r e s s 0 4 / / 2 013
2 i2b
Ein wesentlicher Baustein der Industrie im 21.
Jahrhundert ist die Vernetzung von Menschen,
Maschinen und Werkstücken (s. auch S. 4). Das
geballte Wissen eines solchen Systems soll jedoch
auch in konkrete Handlungen umgesetzt
werden. Für diese Aufgabe sind oft Roboter die
ideale Lösung, denn sie können zahlreiche Tätigkeiten
ausführen, die für Menschen gesundheitsschädlich,
eintönig oder überhaupt nicht leistbar
wären.
Bis jetzt trauen sich viele mittelständische
Unternehmen noch nicht an dieses Thema heran.
Häufig genannte Bedenken sind der finanzielle
Einsatz und die Zeit, die benötigt wird, um sich
einzuarbeiten. Darüber hinaus gibt es in vielen
Belegschaften Vorbehalte gegenüber dem „Kollegen
Roboter“.
Um diese Hemmnisse zu überwinden, hat der
Arbeitssenator des Landes Bremen mit Mitteln
des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des
Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung
(EFRE) eine Weiterbildungsinitiative für kleine
und mittlere Unternehmen gestartet. Sie ermöglicht
ein breites Spektrum an Qualifizierungsmöglichkeiten
für unterschiedliche Branchen
und diverse Zielgruppen – von der Pflegekraft
über den Informatiker bis zum Geschäftsführer.
Dabei wird auf ein Netzwerk aus wissenschaftlichen,
berufsqualifizierenden und privatwirtschaftlichen
Einrichtungen gesetzt, die ihr spezielles
Know-how zugänglich machen (s. Kasten).
Ziel der Initiative, die bis Herbst 2014 laufen soll,
ist die Entwicklung von dauerhaft verfügbaren
Qualifizierungsangeboten.
Das Netzwerk verfolgt dabei zwei verschiedene
Ansatzpunkte, um innovative Weiterbildung
in der Robotik auf den Weg zu bringen:
Branchenbezogene betriebliche Projekte, die
sich den spezifischen Anwendungsbedingungen
widmen und klären, welcher konkrete Qualifizierungsbedarf
besteht. Diese sollen dann exemplarisch
gelöst werden. Dabei sollen möglichst die
wichtigen Branchen für die regionale Wirtschaft
abgedeckt werden, um die Wachstumschancen
zu erhöhen. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse,
sofern möglich, für den Transfer in andere
Branchen verfügbar gemacht werden.
Zielgruppenspezifische Weiterbildungsangebote,
die sich an Fachkräfte, Techniker und Führungskräfte
richten, mit dem Ziel, ganzheitliche
Kompetenzen zu vermitteln.
Robotik-Know-how für den Mittelstand
Eine Weiterbildungsinitiative des Landes ermöglicht auch kleinen und mittleren
Unternehmen, ihre Mitarbeiter für den Umgang mit Robotern zu qualifizieren
Vor diesem Hintergrund werden zurzeit Unternehmen
gesucht, die sich an Pilotprojekten beteiligen
möchten. Sie profitieren davon, dass im
Rahmen dieser Startphase auf ihre spezifischen
Bedürfnisse eingegangen werden kann.
Auch für das Land Bremen ist die Initiative ein
Gewinn: Sie erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der
Betriebe, während die teilnehmenden Fachkräfte
ihren Wert für die regionale Wirtschaft steigern.
Weitere Informationen //
www.robotik-weiterbildung.
de
Folgende Projekte wurden bisher im Rahmen
der Weiterbildungsinitiative gestartet. Jedes
davon bietet verschiedene konkrete Qualifizierungsmaßnahmen
an. Aktuelle Angebote, Informationen
und Ansprechpartner finden Sie unter
www.robotik-weiterbildung.de
Industrie- und Leichtbaurobotik
Anbieter: Schulz Systemtechnik GmbH
Robotik-Labor Bremerhaven
Anbieter: Berufliche Bildung Bremerhaven
Assistenzrobotik – Betriebsbezogene Weiterbildung
für den Robotikeinsatz in der Lebensmittelindustrie
und der Gesundheitswirtschaft
Anbieter: Bremer Centrum für Mechatronik
Servicerobotik: Von der Forschung in die
Industrie
Anbieter: AG Robotik der Universität Bremen unterstützt
durch das Deutsche Forschungszentrum
für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Robotik in der Logistik
Anbieter: BIBA – Bremer institut für Produktion
und Logistik GmbH, ITB – Institut Technik und
Bildung
Übersicht der Weiterbildungsprojekte
i2b e x p r e s s 0 4 / / 2 013
Robotik 3
Im Kompetenz- und Transferzentrum des BIBA werden Leuchten für Autos produziert. // Foto: BIBA
Unternehmen können sich beim BIBA über Einsatzmöglichkeiten
vernetzter Produktionstechnologien informieren
Kompetenzzentrum zeigt Chancen der Industrie 4.0
sind. Steuerungsprozesse wie dieser werden in
Fabriken bis jetzt noch manuell vorgenommen –
mit dem entsprechenden Zeitverlust.
Das BIBA hat bereits einige Besuchergruppen
im Kompetenzzentrum empfangen. „Das Thema
Industrie 4.0 wird von den großen Konzernen getrieben,
aber mehr als 80 Prozent der deutschen
Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen“,
erklärt BIBA-Experte Christian Gorldt.
„Wir wollen sie für dieses Thema sensibilisieren,
damit sie die richtigen Fragen stellen und herausfinden
können, ob die Beschäftigung damit
für sie sinnvoll ist.“ Gleichzeitig stehe das BIBA
als Forschungs- und Entwicklungspartner zur
Verfügung. „Viele kleinere Unternehmen haben
nicht die Kapazität, sich mit den administrativen
Fragen der Forschungsförderung auseinanderzusetzen.
Wir können dann ihre ausgelagerte
F+E-Abteilung sein.“
Der Lkw wird zum Teil der Fabrik
Potenzial sieht er in einer Reihe von Branchen,
beispielsweise Automobilbau, Luftfahrt, Logistik,
Lebensmittelindustrie und Informationstechnologie.
Aber auch die Windenergie könne von
vernetzen Prozessen profitieren, wenn es um die
Wartung der Anlagen und die Koordination der
Stromproduktion mit herkömmlichen Kraftwerken
geht.
Bei der Vernetzung enden die Vorteile jedoch
noch nicht. Die Ausrüstung der Werkstücke mit
„Intelligenz“ führt dazu, dass der gesamte Produktionsprozess
stark dezentralisiert werden
kann. So prüft das BIBA beispielsweise zurzeit,
ob bestimmte Aufgaben – wie das Aushärten eines
Materials – während des Transports im Container
passieren können. Der Container bekommt
dann von seiner jeweiligen Ladung die Vorgaben
bezüglich Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder anderer
Parameter, die er einstellen kann. Der Lkw
und das Schiff werden damit zu einem Teil der
vernetzten Fabrik. (ak)
Weitere Informationen //
www.biba.uni-bremen.de
Ansprechpartner:
Christian Gorldt
Tel. 0421 - 218-50100
gor@bibauni-bremen.de
Marius Veigt
Tel. 0421 - 218-50165
vei@biba.uni-bremen.de
Der Mensch ist grundsätzlich ein Hindernis,
wenn es darum geht, Dinge schnell und zuverlässig
zu erledigen. Er eignet sich gut für die
Einrichtung und Kontrolle von Prozessen, aber
bei der Umsetzung steht er häufig im Weg, weil
er zu lange braucht und zu viele Fehler macht.
In der intelligenten Fabrik von morgen kann der
Mensch sich auf seine Stärken konzentrieren und
sich ansonsten deutlich stärker von Maschinen
unterstützen lassen, als dies bisher der Fall ist.
Das erhöht nicht nur die Produktivität, sondern
spart auch Ressourcen – mit positiven Auswirkungen
für Umwelt- und Klimaschutz – und es
hilft, gesundheitsgefährdende Tätigkeiten zu
vermeiden, beispielsweise das Schleppen von
schweren Gegenständen.
Einen Blick in die Zukunft können Unternehmen
aus Industrie und Logistik schon jetzt im
Technologiepark Bremen werfen. Das Bremer Institut
für Produktion und Logistik (BIBA) hat ein
Kompetenz- und Transferzentrum eingerichtet, in
dem die Vorteile der Industrie 4.0 demonstriert
und erläutert werden. Insbesondere geht es bei
der intelligenten Fabrik um die Vernetzung aller
Akteure: Jeder kommuniziert effizient mit jedem,
beispielsweise Mensch mit Maschine, Maschine
mit Maschine und Maschine mit Werkstück.
Wenn gleichzeitig die Maschinen so angepasst
werden, dass sie ihre Aufgaben flexibler erfüllen
können, statt immer nur genau die gleiche Bewegungsabfolge
durchzuführen, dann erschließen
sich enorme wirtschaftliche Potenziale.
Angebote für kleine und
mittlere Unternehmen
Im Kompetenzzentrum des BIBA wird dies mit
Hilfe eines Demonstrators erläutert. Dort werden
Rücklichter für Autos in verschiedenen Ausführungen
gefertigt: Jedes Bauteil ist mit einem
Chip ausgerüstet, der den Montagemaschinen
mitteilt, welche Farben seine Lampen und seine
Blenden haben sollen. Daraufhin wird es automatisch
zu einer Maschine transportiert, die frei
ist und bei der die benötigten Teile vorhanden
i2b e x p r e s s 0 4 / / 2 013
4 Industrie 4.0
Der Bund fördert bereits mehr als 20 Verbundprojekte im Bereich „Industrie 4.0“
Neue Lösungen für Produktion,
Logistik und Arbeitsorganisation
Die „Industrie 4.0“ zählt zu den zehn Zukunftsprojekten,
die von der Bundesregierung
im Rahmen ihrer „Hightech-Strategie“ gefördert
werden. Für dieses Zukunftsprojekt stehen 200
Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.
Bis jetzt wurden damit 21 Vorhaben von Partnern
aus Wissenschaft und Wirtschaft angeschoben.
Drei Highlights:
Produktions- und Logistiksysteme
Im Projekt „CyProS“ wird ein repräsentatives
Spektrum an Produktions- und Logistiksystemen
geschaffen, die auf cyber-physischen Systemen
basieren. Dabei handelt es sich um Verbünde
aus physischen Gegenständen, die miteinander
in Verbindung stehen und Informationen austauschen
– also um Bausteine der Industrie 4.0.
Dies soll der produzierenden Industrie zu einer
erheblichen Produktivitäts- und Flexibilitätssteigerung
verhelfen und Deutschland auf den Weg
zum Leitnutzer und Leitanbieter solcher Systeme
bringen. Das Bremer Institut für Produktion und
Logistik (BIBA) ist an diesem Projekt beteiligt.
Infos: www.projekt-cypros.de
Apps für die Produktionssteuerung
Das Forschungsprojekt „eApps4Production“ hat
zum Ziel, Informationen aus der Produktion –
also aus realen Zustands- und Prozessdaten –
zu jeder Zeit, an jedem Ort und auf beliebigen
Endgeräten nutzbar zu machen. Die Nutzung der
Daten und Informationen erfolgt über anwendungsspezifische
Engineering Apps (eApps).
Beispiele dafür sind Anwendungen für die Auslastungsüberwachung
von Maschinen, die Prozesskontrolle
oder das Qualitätsmanagement.
Solche Anwendungen sollen produktionsnahe
Ingenieure und Techniker mit einfachen und
sofort verwendbaren Werkzeugen auch selbst
erstellen können.
Infos: Peter Lindlau, peter.lindlau@pol-it.de
Selbstorganisierte Arbeitszeiten
Im Rahmen des Projekts „KapaflexCy“ werden
Werkzeuge und Strategien entwickelt, um flexiblere
Arbeitszeitmodelle in der Produktion
einführen zu können. Künftig soll der Teamleiter
oder Schichtführer nicht mehr mühsam mit allen
Mitarbeitern Schichtänderungen aushandeln.
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Einfacher und schneller geht es mit Smartphones
und Social-Media-Methoden. Bei Schichtänderungen
erhalten alle beteiligten Mitarbeiter
Einsatzanfragen. Sie entscheiden dann via Gruppenabstimmung,
wer die Zusatzdienste erbringt.
„So sind die Produktionsmitarbeiter zukünftig
aktiv in Entscheidungen zur Einsatzplanung eingebunden
und erhöhen in Eigenverantwortung
die Flexibilität des Unternehmens“, betonen die
Projektpartner. „Sie gewinnen selbst ein Stück
Zeitautonomie zurück.“
Infos // www.kapaflexcy.de
Weitere Informationen //
Alle 21 Projekte in der
Übersicht: bit.ly/HSsJlC
Förderinformationen des Bundes //
www.foerderinfo.bund.de
Umsetzungsempfehlungen für die
Industrie 4.0 //
bit.ly/industrie4null
i2b e x p r e s s 0 4 / / 2 013
Industrie 4.0 5
Netzwerke sind nur so sicher wie ihr schwächster Punkt, daher ist die Absicherung für die „intelligente
Fabrik“ besonders wichtig. // Bild: iStock/Calvio
Das Thema Vernetzung zieht sich durch die
gesamte menschliche Zivilisation. Je mehr Menschen
sich für bestimmte Aufgaben zusammenschlossen,
desto produktiver wurden sie. Damit
war jedoch auch schon immer ein steigendes
Risiko verbunden, denn wenn ein Glied in der
Kette ausfällt, kann das die gesamte Schicksalsgemeinschaft
in den Abgrund ziehen.
Dies gilt noch stärker für vernetzte Maschinen,
wie sie in der „Industrie 4.0“ anzutreffen
sind. Schon in der Vergangenheit konnten Hacker
aus unterschiedlichsten Motivationen heraus
bereits in die IT-Systeme von Unternehmen
einbrechen und Daten klauen oder vernichten.
In Zukunft können sie, wenn nicht besonders
gute Vorkehrungen getroffen werden, auch die
komplette Produktion lahmlegen. Eine Vorschau
auf dieses Szenario hat bereits der berüchtigte
Virus „Stuxnet“ ermöglicht, der vermutlich von
amerikanischen oder israelischen Geheimdiensten
programmiert wurde und vorübergehend die
iranischen Atomanlagen sabotiert hat. Dazu hat
er gezielt Maschinen des Herstellers Siemens
angegriffen. Inzwischen ist er als Bumerang
zurückgekommen und hat nach Angaben des
russischen Sicherheitsexperten Jewgeni Kasperski
die Internationale Raumstation ISS befallen,
aber auch ein russisches Atomkraftwerk. Eingeschleppt
wurde er wohl über USB-Sticks.
Risiken intelligent minimieren
All dies stellt jedoch keinen Hinderungsgrund dar,
um sich im Bereich „Industrie 4.0“ zu engagieren.
In der Metropolregion Bremen-Oldenburg gibt
es verschiedene Institute und Einrichtungen, die
sich intensiv mit IT-Sicherheit befassen, darunter
das Oldenburger Informatikinstitut Offis und das
IS-Bremen. Sie stehen auch Unternehmen als
Ansprechpartner zur Verfügung.
„Die Vorteile der Vernetzung sind zu groß,
um komplett darauf zu verzichten“, erklärt Offis-
Bereichsleiter Matthias Brucke. „Das hat die
Geschichte der Menschheit bereits über Jahrtausende
belegt. Wer sich abkoppelt, verliert.
Gleichzeitig bedeutet die Verknüpfung von Menschen,
Maschinen und Prozessen über Unternehmensgrenzen
hinweg aber auch ein existenzielles
Risiko, das auf intelligente Weise minimiert
werden muss. Am besten kann dies gelingen,
wenn das Thema Sicherheit so früh wie möglich
einbezogen wird.“
Teilweise genügt es, bewährte Sicherheitskonzepte
aus der Informationstechnologie in das
verarbeitende Gewerbe zu übertragen. Dies beinhaltet
zum einen technische Sicherungen, um
boshafte Eindringlinge fernhalten. Zum anderen
gilt es aber auch, die menschliche Komponente
zu berücksichtigen. Mitarbeiter müssen eingebunden
und geschult, aber nicht überfordert werden.
„Wenn man einen Menschen zwingt, jede
Woche sein Passwort zu ändern, schreibt er es
auf einen Zettel und pinnt es an den Bildschirm –
wo das Reinigungspersonal es bequem ablesen
kann“, so Brucke. Wichtig sei darüber hinaus, sich
externes Know-how ins Unternehmen zu holen,
am besten in Form eines Security Audits.
Sicherheit als Teil des
Qualitätsmanagements
„Bis jetzt haben viele Betriebe gedacht, das
ganze Thema betreffe sie nicht, weil sie zu unbedeutend
sind und sich niemand für sie interessiert“,
erklärt der Informatiker, der auch als
Clustermanager für den Verband Automotive
Nordwest aktiv ist. „Inzwischen kann aber ein
einziger gelangweilter Student, der irgendwo
auf der Welt sitzt, im schlimmsten Fall ein ganzes
Unternehmen mit zahlreichen Mitarbeitern an
die Wand fahren lassen. Die destruktive Energie
dafür existiert zweifellos.“ Produktionsanlagen
könnten zum Stillstand gebracht werden, oder
es würden – noch perfider – Fehler in die Waren
eingebaut, die sich vielleicht erst deutlich später
zeigen. Daher sei es empfehlenswert, Sicherheit
als einen Teil des Qualitätsmanagements zu verstehen.
Und nicht erst, wenn der Schaden bereits
entstanden ist. (ak)
Kontakt //
Matthias Brucke
matthias.brucke@offis.de
Mehr Vernetzung erfordert mehr Sicherheit
Wer seine Produktionsanlagen vernetzt, setzt sie auch zusätzlichen Gefahren aus.
Experten aus regionalen Instituten können helfen, sie zu minimieren.
i2b e x p r e s s 0 4 / / 2 013
6 Industrie 4.0
Kosmos, Kajen, Kilowatt
Mit den drei Innovationsclustern Luft- und Raumfahrt, maritime Wirtschaft und Logistik sowie Windenergie gehört das
Land Bremen zur Spitze der innovativen Regionen Deutschlands.
Mit mehr als12.000 Beschäftigten in mehr als 140 Betrieben und rund 20 Forschungseinrichtungen sowie einem Jahresumsatz
von über 2 Milliarden Euro ist die Luft- und Raumfahrt eine Schlüsselindustrie in der Region Bremen. | Der Containerterminal
in Bremerhaven ist der viertgrößte in Europa. Mit 5 Kilometern hat er die längste zusammenhängende Stromkaje der Welt. |
Bereits heute werden 264.000.000 Kilowattstunden Strom im Land Bremen durch Windenergie erzeugt. Das reicht für die Versorgung
von rund 120.000 Haushalten und bedeutet eine jährliche CO2-Ersparnis von 237.000 Tonnen.
Die Stärken des Landes Bremen erleben unter www.home-of-innovation.de
© WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH | 2013
Cluster-AZ Kosmos,Kajen..._190x130__WFB 13.08.13 15:02 Seite 1
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Innovative Produktideen
uas dem Nordwesten
Die InnoWi GmbH ist die regional ansässige und
weltweit agierende Dienstleistungsagentur für
wissenschaftliche Erfinder der Hochschulen,
Forschungsinstitutionen und Unternehmen im
Land Bremen sowie dem nordwestlichen Niedersachsen.
Weitere Informationen zu der hier
beschriebenen Innovation oder konkrete Beratung
erhalten Sie unter mail@innowi.de und
Telefon 0421 9600-70.
Industrie 4.0 – Selbststeuerung im
Güterumschlag
Forscher des BIBA (Bremer Institut für Produktion
und Logistik GmbH) und der Universität
Bremen haben ein Verfahren entwickelt, das die
zunehmende Komplexität des Warenverkehrs
für die Zukunft beherrschbarer macht und den
Weg für die weitere Automatisierung bei der
Handhabung von Stückgütern ebnet. Grundidee
des Verfahrens ist es, die wichtigsten Daten des
Stückgutes – z.B. die aktuelle Position, Orientierung
im Raum, die eigene Kennung sowie das
eigene Ziel – durch das Stückgut selbst erfassen
zu lassen und diese Daten den Handhabungseinrichtungen
zur Verfügung zu stellen. Handhabungseinrichtungen
können Robotersysteme
oder Kommissioniersysteme sein, die das Stückgut
greifen und an einen anderen Ort bewegen
oder einfach nur umschlagen.
kurz „Industrie 4.0“, beschreibt. In angewandten
Forschungsprojekten wird das Konzept weiterentwickelt.
Für die Umsetzung werden industrielle
Partner und Lizenznehmer gesucht.
Vorteilhaft an dem entwickelten Verfahren ist
der Verzicht auf zentrale Steuerungseinheiten.
Stattdessen befinden sich die Steuerungen, die
zur Planung und Kommunikation benötigt werden,
auf jedem einzelnen Stückgut. Die Stückgüter
entscheiden somit selbst, wohin es geht und
kommunizieren selbstgesteuert mit ihrer Umgebung,
beispielsweise den Handhabungseinrichtungen.
Heute wird dies mit eingebetteten Systemen
realisiert, zukünftig rechnen die Erfinder mit
fortschreitender Miniaturisierung der Technik,
so dass die Größe heutiger Transponder-Chips
denkbar ist.
Diese Erfindung und der Forschungshintergrund
des BIBA im Bereich Logistikautomatisierung
haben zu einer Patentanmeldung des Verfahrens
zur selbstgesteuerten Handhabung von
Stückgütern geführt, die eine Basiserfindung für
die sogenannte vierte industrielle Revolution,
i2b e x p r e s s 0 4 / / 2 013
Patente 7
V E R L AGSHAUS S E I T 1810
CARL ED. SCHÜNEMANN
Erscheinung: i2b express (Wirtschaft in Bremen), November 2013
176 x 130 mm
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Martinistr. 47 - 49
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vereinen die Dynamik
der Farbe und die Kraft der Form.
i2b e x p r e s s 0 4 / / 2 013
8 Veranstaltungen / Impressum
3. Dezember 2013, 19 Uhr, Bremen
i2b meet-up „Leichtbau als Schlüsseltechnologie
für Bremen“
Eine Veranstaltung des i2b-Netzwerks.
// www.i2b.de
5. Dezember 2013, 18 Uhr, Bremen
Info-Veranstaltung: „Wie Sie die Zugriffszahlen
auf Ihrer Website erhöhen“
Unternehmen erhalten auf der Veranstaltung
Tipps, wie sie ihre Internetseiten optimieren
können, damit diese von Suchmaschinen
besser bewertet und von Kunden besser
gefunden werden. Veranstalter ist das Projekt
„eBusiness-Lotse Bremen-Oldenburg“ der
Wirtschaftsförderung Bremen.
// www.ebusiness-lotse-mbo.de
7. Dezember 2013, 9 Uhr, Bremen
Workshop: „Social Media für Unternehmen“
Wie funktionieren PR und Marketing im
Social Web und was sind die Chancen und Risiken?
Wie kann Ihr Unternehmen die neuen
Möglichkeiten der vernetzten Welt sinnvoll
mit den klassischen Kommunikationsaktivitäten
verknüpfen?
// bit.ly/sm-unternehmen
10. Dezember 2013, 17 Uhr, Bremen
Info-Veranstaltung: „Vertriebsaufbau in
Frankreich“
Seit 1961 werden in keinem anderen Staat
der Welt mehr deutsche Waren gekauft als
in Frankreich. Der Workshop spricht produzierende
Unternehmen an und bietet konkrete Hilfestellungen
für den Marktaufbau und -ausbau
in Frankreich.
// bit.ly/VerFrank
12. Dezember 2013, 18 Uhr, Bremen
Info-Veranstaltung: „IT-Sicherheit in der
Logistik“
Cyber-Angriffe und Sicherheitslücken werden zu
Beginn der Veranstaltung in einem schauspielerischen
Dialog von zwei Security-Spezialisten
des Freien Instituts für IT-Sicherheit e.V. (IFIT)
in Kooperation mit dem Forschungsverbund
IS-Bremen (ISB) inszeniert. Ergänzend zeigt
Raimund Ott von der dbh Logistics IT AG Wege
zu einer angemessenen IT-Sicherheit in der
Logistik auf. In einem weiteren Vortrag berichtet
Peter Leppelt von der Praemandatum GmbH
über den Umgang mit Unternehmensdaten in
einer vernetzten Welt.
// www.ebusiness-lotse-mbo.de
13. Dezember, 18 Uhr, Oldenburg
Ausstellungseröffnung „Ideen 2020“
Die Ausstellung „Ideen 2020 – Ein Rundgang
durch die Welt von morgen“ im Schlauen Haus
zeigt wegweisende Projekte aus Wissenschaft
und Forschung in Deutschland. Hintergrund ist
die Hightech-Strategie der Bundesregierung, in
der Ziele und Prioritäten für mehr Innovationskraft
gebündelt werden.
// bit.ly/ideen2020
i | 2 | b express
Das Journal für Inno vation im Nordw esten
Herausgeber
Carl Ed. Schünemann KG
i2b idea2business GmbH, Kölling Medien-Service
Verlag
Carl Ed. Schünemann KG, Schünemann-Haus
28174 Bremen // www.schuenemann-verlag.de
Anzeigenleitung
Karin Wachendorf, Telefon 0421 - 36903-26
anzeigen@schuenemann-verlag.de
Redaktion
Kölling Medien-Service, Telefon 0421 - 336599-50
info@k-ms.de // www.k-ms.de
Autoren in dieser Ausgabe
Axel Kölling (ak)
Redaktionsbeirat
Roland Hentschel, Dr. Martin Heinlein,
Dr. Ruth Kayser, Dr. Stefan Offenhäuser,
Dr. Barbara Schieferstein, Kai Stührenberg,
sowie Vertreter der Herausgeber
Grafik und Layout
Carl Ed. Schünemann KG
Druck
Druckerei Girzig + Gottschalk GmbH
Internet
BBN Bremen Business Net GmbH // www.bbn.de
neusta software development // www.neusta.de

i2b, i2b express, Bremen, Oldenburg, Innovation, Innovationen, Nordwesten, Metropolregion, Luftfahrt, Raumfahrt, Wissenschaft, Technologie, Diversity, neusta, team neusta, carsten meyer-heder, Dirk Schwampe, Andreas Kottisch, Axel Koelling, Diversity Management, Logistik, Diversity-Preis, Energiewende. Off-shore, Robotik, Bremen, Robotik Bremen, Fabrik Bremen,

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